Fitnessblog #10: Yoga und Pilates - Mehr als nur Entspannung?!

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Nie zuvor haben so viele Menschen Yoga und Pilates praktiziert. Warum ist das so? Was ist das Besondere an den beiden Trainingsarten und worin unterscheiden diese sich eigentlich? Bestimmt hast Du ein Bild vor Augen, wenn du das Wort ‚Yoga‘ hörst und genauso ist es mit Pilates. Was steckt dahinter?

Bei Pilates handelt es sich um ein ganzheitliches Kräftigungstraining, welches  ursprünglich von Joseph H. Pilates für Tänzer entwickelt wurde. Er hatte die Idee, Muskeln mit Hilfe des Geistes zu steuern. Über die Jahre wurde die Trainingsart   weiterentwickelt und erfreut sich heute der Beliebtheit einer breiten Masse von Menschen überall auf der Welt. Die Trainingsmethode fordert und fördert im großen Maße die Körperkraft, wobei der Fokus auf der bewussten Atmung und auf der Körpermitte - dem sogenannten ‚Powerhouse‘ - liegt. Mittels Konzentration auf das Körperzentrum können die Bewegungen, wie zum Beispiel ‚die Perlenkette‘, kontrollierter ausgeführt werden. Alles geschieht im Einklang mit der Atmung. Zusätzlich werden Koordination und Flexibilität geschult. Pilates ist also ein bewusstes Training der Tiefenmuskulatur, was zum einen Dein Körpergefühl und zum anderen auch Deine Körperhaltung und körperliche Fitness verbessern kann.

Yoga ist eine alte philosophische Lehre aus Indien, die eine Reihe körperlicher und geistiger Praktiken umfasst. Yoga bedeutet ‚Vereinigung‘ und meint die Integration von Körper und Seele/Geist. Es wird als Zustand beschrieben, in dem der Geist zur Ruhe kommt. Das ultimative (ursprüngliche) Ziel ist die Erleuchtung, bei der man bewusst wahrnimmt, dass alles Eins ist und es keine Trennung mehr gibt. Das hört sich doch erstrebenswert an, meinst Du nicht? Vielleicht ahnst Du jetzt, warum sich heute so viele Menschen wie nie zuvor  auf einer Yoga-Matte einfinden: In einer Zeit voller Möglichkeiten und äußeren Eindrücken rückt das Bewusstsein immer weiter in den Vordergrund, dass es wichtig ist, sich mit sich selbst und dem persönlichen Glück auseinanderzusetzen. Yoga bietet Methoden und einen individuellen Weg zu eben diesem Glück, Frieden und Liebe.

Während früher die Praxis überwiegend still und im Sitzen vollzogen wurde, also in einer Form der Meditation, stehen heutzutage in den Yoga-Kursen meist die sogenannten Asanas (Körper-Haltungen), wie zum Beispiel ‚der nach unten schauende Hund‘ im Mittelpunkt. Neben einer Menge Kraft und Dehnfähigkeit, wird auch die Koordination und Balance geschult. Yoga kann im erheblichen Maß zur Regeneration/Erholung beitragen, während es zugleich Deine Körperwahrnehmung schärft, da jede Bewegung fließend ineinander läuft und von deinem Atemrhythmus geleitet wird. Alle Yogastile, die vorrangig Asana-Praxis enthalten, sind Formen des Hatha Yoga.

Probiere verschiedene Kurs-Angebote aus und Du wirst spüren, welche Form am besten zu Dir passt.

Zusammengefasst sind Pilates und Yoga zwei etablierte Trainingsmethoden, die – wenn Du  ihnen gegenüber offen bist - Dir helfen können, eine neue Verbundenheit mit dir selbst, deinem Körper und deinem Geist zu erleben. Während im Pilates die Stärkung des ‚Powerhouses‘, also der Muskulatur rund um Deine Wirbelsäule, im Vordergrund steht, hat Yoga noch eine spirituelle Komponente. Grundsätzlich können sich aber Elemente aus beiden Trainingsarten überschneiden. Ich möchte Dich dazu einladen, Deine eigenen Erfahrungen mit beiden zu machen. Alles was du dazu brauchst, bist Du selbst. Viel Spaß!

Zum Abschluss ein Zitat von der Yoga-Lehrerin Barbra Noh: „Im Yoga geht es nicht darum, etwas zu werden, das Du nicht bist, sondern darum, mit dem zu arbeiten, was Du hast, um die beste Version Deiner selbst zu sein.“

Deine Wiebke vom Fitness First Team Leipzig