Leben als Pro-Gamer

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Für das Computerspielen bezahlt werden?

Für das Spielen von Computerspielen bezahlt zu werden klingt für die meisten Jugendlichen sicher wie ein Traum. Allerdings gehört dazu mehr, als viele sich vorstellen können. Nur ein verschwindend geringer Teil der Spieler wird von professionellen Teams als Spieler unter Vertrag genommen. Diese sehen sich meist einem enormen Erfolgsdruck ausgesetzt, nicht zuletzt, weil die Verträge oft nur einen recht kurzen Zeitraum umfassen. Leipzig hat seine eigene Berühmtheit in diesem Gebiet, den professionellen Starcraft-2-Spieler Dario "TLO" Wünsch. Der Leipziger ist seit Anfang 2010 in der professionellen Szene bekannt und beeindruckt dort durch seinen kreativen Spielstiel. Als ein Favorit unter den Fans wurde TLO auf der Dreamhack Leipzig in seiner Heimatstadt von vielen live angefeuert und bejubelt. Einige der Fans mussten sogar stehen. Mit so viel Zuspruch hatte der Veranstalter wohl nicht gerechnet.

Wenn man den Schritt in ein professionelles Team geschafft hat, winkt für einen Großteil der jungen Leute ein neues Leben. Im Team-eSport ist es üblich, dass die Spieler in ein Team-Haus ziehen, um so täglich mit den anderen Spielern trainieren zu können. Für Einzelspieler ist dies besonders in Europa eher unüblich, obwohl die Spieler auch dort per Internet miteinander trainieren und kommunizieren.

In jedem Fall erfordert das Leben als Pro-Gamer (englische Abkürzung für professionelle Spieler) eine Menge Disziplin. Tägliches Training ergänzt durch gesunde Ernährung, körperliche Betätigung und Analyse der Trainingsspiele gehören zur Tagesordnung. Turniere finden weltweit statt, sodass die Spieler viel unterwegs sind. Trotz einer langen Reise werden da Bestleistungen erwartet. Genau wie in olympischen Disziplinen sind im eSport nur junge Leute unter den Spielern zu finden. Etliche ziehen sich danach aus der professionellen Szene zurück, manche bleiben und werden zu Kommentatoren.

Foto: www.lost-forever-fotography.com

Redaktion: LES (Leipzig Esports)