Blutspenden im Kinderhafen

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Letzten Donnerstag den 23.06., machten wir uns als Team von I LOVE LEIPZIG (in diesem Fall, Sandra und Eric) auf den Weg, um das eigene gute Gewissen für eine bestimmte Zeit zufrieden zu stellen.  Denn an dem Tag hatte der Kinderhafen - Christliches Kinderwerk e.V. in Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst Haema dazu aufgerufen, Blut zu spenden. Einem Aufruf, den wir nicht ignorieren konnten.

Vorweg (und um der Häme meiner Kollegin entgegenzutreten) sei erwähnt, dass nur die Sandra Blut gespendet hat. Mir wurde leider aufgrund eines, nennen wir es ruhig einmal „bürokratischen Hindernisses“, verwehrt mein teures Blut weiterzugeben. Ich glaube es versteht sich an dieser Stelle von selbst, dass der gute Wille durchaus vorhanden war und angeblich ist es ja das, was zählt. Wie dem auch sei, nachdem Sandra die üblichen Unmengen an Papierkram hinter sich gebracht hatte, welche man typischerweise bei seiner ersten Spende bearbeiten muss, ging es für das Herzblatt von I LOVE LEIPZIG auf die Trage und es wurde ordentlich gepumpt. Genügend Zeit für mich, um nicht ganz sinnlos zu wirken (und um Sandra von dummen Sprüchen meinerseits zu befreien), mal Nancy Tschörner  vom Kinderhafen auszuhorchen, was es denn mit dem Projekt so auf sich hat.

Für alle die es nicht wissen, der Kinderhafen - Christliches Kinderwerk e.V.  ist ein Verein oder vielmehr ein Ort, an dem sich Kinder aus sozialen Brennpunkten bzw. sozial schwachen Familien, einmal die Woche treffen können und einfach mal Kinder sein können. Es gibt warme Mahlzeiten, Hilfe bei den Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten, die sie vom falschen Weg, den sie möglicherweise beschreiten könnten, abhalten. Für einen Tag in der Woche, haben die Kinder ein Zuhause. Doch Kinder sollten sich nicht nur einen Tag pro Woche geborgen fühlen. Es sollte wesentlich öfter sein. Und genau da kommt ihr ins Spiel. Der Kinderhafen - Christliches Kinderwerk e.V. lebt voll und ganz von Spenden. Keine große Marke im Hintergrund, die sich profilieren will und keine Firma die es macht, um gemeinnützig zu wirken. Einfach nur eine Handvoll Leute, die Kindern helfen wollen. Mit Spenden könnt ihr den Helfern helfen und das Projekt weiter ausbauen. Es lohnt sich! Und das nicht nur, um das gute Gewissen ein wenig aufzubessern.

Doch kommen wir zu unserer liebsten Sandra zurück. Denn nachdem sie sich todesmutig der Nadel entgegengestellt hatte (wenn ich genügend schleime, ist sie mir vielleicht nicht mehr so böse), beschloss sie noch einen Schritt weiterzugehen und ihre mit der Blutspende verdienten 20 Euro ebenfalls zu spenden. Reiner kann man das Gewissen nicht waschen. Und ich? Ich stand ihr die ganze Zeit moralisch zur Seite und passte auf, dass sie bei den knalligen Temperaturen, nicht auf die spontane Idee kam, mit dem Boden Bekanntschaft zu machen. Und beim nächsten Mal bin ich auch dabei. Ganz bestimmt.

Foto und Redaktion: Eric Dolge

Sandra übergibt Nancy ihre Spende