"TITANIC - Das Versprechen der Moderne" Unser Besuch im Panometer

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Nachdem Yadegar Asisi uns mit seiner Ausstellung rund um das Great Barrier Reef in die Tiefen des Pazifischen Ozeans zog, führt uns sein neues 360 Grad Panorama zum tragischen Unglücksort der Titanic.


Im April 1912 sank die Titanik, eines der sichersten Shiffe seiner Zeit, auf den Meeresgrund des Atlantischen Ozeans nachdem es mit einem Eisberg kollidierte.
Zahlreiche Passagiere, darunter auch Guggenheim und Astor, verloren in der Nacht des Unfalls ihr Leben im eiskalten Wasser.
Seitdem liegt der Ozeanriese still schweigend, 3800 Meter tief im Nordatlantik und lässt nur wenige Besucher an sicher heran.
Der Vorfall fasziniert, auch über 100 Jahre später, immernoch die Menschen und führte dazu, dass zahlreiche Bücher, Artikel und Filme zu dem Thema erschienen.
Der wahrscheinlich bekannteste Vertreter ist der Titanic Film mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet aus dem Jahre 1997 der auf den Erzählungen von Überlebenden basiert.
Yadegar Asisi möchte mit seiner Ausstellung jedoch nicht das Unglück an sich beleuchten, er möchte auf das übersteigerte Streben des Menschen in Verkennung seiner eigenen Möglichkeiten eingehen.

Fortschritt

Die Ausstellung behandelt auch die Errungenschaften der Industralisierung im letzten Jahrhundert und zeigt
mit eindrucksvollen Bildern und Bauten in welchen Dimensionen hier bereits gearbeitet wurde.
In diesem Teil der Ausstellung sind reproduzierte Skizzen, historische Belege
und als Highlight ein Nachbau des Bugs der Titanic im Maßstab 1:1 mit ca. 23m Höhe und 19m länge zu bestaunen.


Titanic

Das Herzstück der Ausstellung befindet sich in der Mitte des Panometers.
Auf einer Bildfläche von etwa 3500m² hat das 20 köpfige Team hinter Asisi die gesunkene Titanic und
auf dem Meeresgrund liegende Gegenstände mittels 3D-modellierung und Matte Painting abgebildet.
Die Gesamthöhe beträgt 32m und kann mittels eines 15m hohen Aussichtsturms in der Mitte der Ausstellung begutachtet werden.
Weiterhin ist hier das einzige deutschsprachige Telegram eines geretteten Passagiers ausgestellt.
Untermalt wird der Besuch mit beeindruckender wechselnder Beleuchtung und einer eigens für das Event angefertigten Geräuschkulisse von Eric Babak.


Zu viel möchten wir jedoch nicht verraten, da wir nichts vorweg nehmen möchten und es auf dem Bild mehr zu sehen gibt als man erst vermutet, empfohlen wird es mehr Zeit mitzubringen
und die Szene auf sich wirken zu lassen.

Die Ausstellung findet von Dienstag bis Freitag 10-17 Uhr und Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10-18 Uhr im Panometer Leipzig statt.

Asisi

Bilder und Text: Redaktion