Die ungewissen EM-Vorbereitungen in Leipzig

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Mit weniger als einem Monat bis zum Beginn der Fußball-EM gibt es immer noch keine klaren Anzeichen, wo der diesjährige Public-Viewing-Platz in Leipzig sein wird, an dem sich die Fans in Massen versammeln können, um sich das Sportevent gemeinsam anzusehen.

Der Grund hierfür ist, dass die Organisatoren des Events, die TNC-Gruppe, immer noch keinen Sponsoren gefunden hat, der für dieses kostspielige Projekt aufkommen möchte, obwohl das vorangegangene Public-Viewing-Event für die WM 2014 in Brasilien ein großer Erfolg gewesen war. Eine Ungewissheit, die Joachim Löws eigene Kaderauswahlprobleme in nichts nachsteht. Und obwohl Fans theorethisch immer auf eine Fernsehübertragung auf ARD und ZDF zurückgreifen könnten, entspricht es jedoch meist mehr dem Gefühl der Fußballfans, dieses populäre Event in einer gemeinschaftlichen Atmosphäre erleben und genießen zu können.

Auf Sportwettenwebseiten wie Betway, welche Sportfans ermöglicht darauf zu wetten, ob Deutschland die EM 2016 gewinnen wird oder nicht, gab es hierzu schon eine große Menge an Diskussionen, die sich mit diesem Problem beschäftigten. Und mit dem wachsenden öffentlichen Interesse, mit dem wir uns dem Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Rumänien am 10. Juni in Paris nähern, wächst zumindest die Hoffnung, dass diese unangenehme Angelegenheit bald gelöst und der großen Nachfrage der Fans entsprochen wird.Wilhelm-Leuschner-Platz

Das Public Viewing in Leipzig genoss zuvor, beim Titelgewinn der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2014, immerhin einen großen Erfolg, welches eine gewaltige Feier beim Fan Fest am Richard Wagner Platz nach sich zog. Und viele hatten nun erwartet, dass die großen Leinwände rechtzeitig für das deutsche Eröffnungsspiel gegen die Ukraine am 12. Juni nach Leipzig zurückkommen würden. Bisher war geplant, dass das diesjährige Public Viewing Event am neu-entworfenen Wilhelm-Leuschner-Platz stattfinden wird, welcher schon zuvor, aufgrund des Gebrauchs als notwendigen Raum für öffentliche Events im Stadtzentrum Leipzigs, der Gegenstand vieler Diskussionen gewesen war. Davor gab es nur Pläne, den geschichtsträchtigen Königsplatz als Freiraum für öffentliche Events zu verwenden, um so das Gebiet um den Bahnhof, als Platz für die Unterbringung der wachsenden Bevölkerungszahl der immer dichter besiedelten Stadt zu gebrauchen.

Falls nicht rechtzeitig ein passender Sponsor für die EM 2016 gefunden wird, werden die Mitglieder des Stadtrats einen besonders peinlichen Moment in ihren Karrieren erleben. Den Leipziger Fußballfans wird dann wohl am Ende doch nichts anderes übrig bleiben, als sich vor den Fernseher zu setzen oder in lokalen Sportbars und Wettstuben Unterschlupf zu suchen, um auf diese Weise wenigstens ein bisschen Action zu erleben und um ihre Mannschaft zum Sieg anzufeuern zu können.

Redaktion: Stefan Trößer