E-Sports bei den Olympischen Spielen – eine gute Idee?

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Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio werden wir zum ersten Mal überhaupt die Sportarten Surfen, Klettern und Skateboarden vertreten sehen. Diese Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wurde von vielen gelobt. Die Entwicklung des Sportes befindet sich nun einmal stetig in Bewegung. Zumal sind die drei Olympia-Debütanten allesamt Sportarten, die von vielen Menschen praktiziert und bewundert werden.

Daher ist es nicht überraschend, dass das IOC darum bemüht ist, diese Trends in der wichtigsten internationalen Sportveranstaltung der Welt widerzuspiegeln. Doch wo sollten wir die Grenze zwischen „Sport“ und „kein Sport“ ziehen?

Die neue Gaming-Generation

Offensichtlich ging vielen die Aufnahme von Surfen, Klettern und Skateboarden nicht weit genug. Momentan wird aktiv darüber diskutiert, ob E-Sports – mit anderen Worten, Computerspiele – eine olympische Disziplin sein sollte.

Für all diejenigen, denen das Ausmaß der elektronischen Sportindustrie nicht bewusst ist, hier ein paar Zahlen: es wird geschätzt, dass der Umsatz von E-Sports im Jahr 2020 ganze 1,342 Milliarden Euro betragen wird. In ganz Europa und weltweit gibt es Ligen, in denen professionelle Computerspieler in Spielen wie FIFA oder League of Legends gegeneinander antreten. Klubs wie Paris Saint-Germain und Manchester City verfügen über E-Sport Teams. Die Jahresgehälter ihrer Spieler gehen nicht selten in den sechsstelligen Bereich.

Diese Industrie mag noch nicht ganz im Mainstream angekommen sein. Die Popularität unter Computerbegeisterten ist jedoch enorm: die weltweite Zuschauerschaft von Top-Events im E-Sports-Bereich wird auf knappe 600 Millionen Menschen geschätzt.

Die Goldmedaille im virtuellen Fußball geht an…

Die derzeitigen Diskussionen über die Repräsentation von E-Sports bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris drehen sich darum, E-Sports einen Status als „Demonstrationssportart“ zu geben. In Asien sind Computerspiele so beliebt, dass bereits im Jahr 2018 bei den Asian Games E-Sports mit von der Partie waren, wenn auch nur mit Demonstrationsstatus. Dieser Test verlief jedoch so erfolgreich, dass bei der nächsten Auflage der Asian Games im Jahr 2022 wie bei allen anderen Sportarten auch um Medaillen gekämpft werden wird.

Das Olympische Komitee ist zurzeit vor allem darüber besorgt, dass viele Computerspiele gewalttätige Inhalte umschließen, ein absolutes No-Go für das IOC. Man hat jedoch das Gefühl, dass dies kein unüberwindbares Hindernis darstellt, und dass wir schon sehr bald die Gelegenheit haben werden, auf unseren Bildschirmen anderen Leuten beim auf ihren Bildschirm Starren zuzuschauen.

Letztendlich muss man sagen, dass die Aufnahme von E-Sports in die Reihe der olympischen Disziplinen wohl kein Weltuntergang wäre. Schließlich sind viele der bei Olympia vertretenen Sportarten nicht unbedingt jedermanns Sache.

Fest steht jedoch, dass im Falle einer Entscheidung zugunsten von E-Sports andere Sportarten einen erneuten Versuch für Repräsentation auf olympischer Ebene wagen werden. Die Bewerbungen von Schach, Squash und Billiard wurden vom IOC abgelehnt. Über Breakdancing sind sich die Verantwortlichen noch uneinig.

Man könnte diese Liste von potenziellen Sportarten unendlich weiterführen. Was ist denn zum Beispiel mit Casinospielen? Mit Ausnahme von reinen Glücksspielen wie Roulette oder Lotto zählt bei anderen Karten- und Tischspielen vor allem Können. Das ist eine Frage, die beim IOC mit Sicherheit für jede Menge rauchende Köpfe sorgen wird. In der Zwischenzeit gibt es bei NetBet Casino Online die perfekte Adresse zum Aufpolieren eurer Casino-Fähigkeiten.

Bild: Pixabay von kirill_sobolev