Elektroroller auf dem Vormarsch: Bundesregierung diskutiert neue Regeln

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Das Thema Elektromobilität ist spätestens seit der ersten Ölkrise in aller Munde. Dass es aber nicht nur ökologisch äußerst sinnvoll ist, ein solches Elektrofahrzeug zu nutzen, sondern dass es außerdem aufgrund der besonderen Fahreigenschaften auch noch ganz enormen Spaß bereiten kann, ein elektrisches Fahrzeug zu bewegen, belegt der sogenannte Elektroroller recht anschaulich. Gerade jedoch, wenn ein Elektroroller auch in der Öffentlichkeit genutzt und bewegt werden soll, greift die Politik mit entsprechenden Normen und allgemein verbindlichen Regularien, steuernd und reglementierend ein.

1. Was ist eigentlich ein E-Bike?

Der sogenannte Elektroroller wird in der Praxis auch oft und gern als E-Scooter bezeichnet und charakterisiert. Dennoch ist die Definition für den Elektroroller einigermaßen schwammig und verwaschen. Meist wird unter einem Elektroroller ein einfacher Motorroller verstanden und begrifflich gefasst, welcher durch einen entsprechend leistungsfähigen Elektromotor angetrieben werden kann. Die erforderliche Stromversorgung für den klassischen Elektroroller erfolgt dabei meist durch die sogenannte Traktionsbatterie. Mehrere kleinere Akkus sind in einer solchen Traktionsbatterie dann zu entsprechend größeren Blöcken zusammengefasst und geschaltet worden, so dass die Stromversorgung des Elektromotors auch über einen längeren Zeitraum hinweg sichergestellt werden kann. Nach dieser Definition handelt es sich also bei einem Elektroroller um ein einspuriges Fahrzeug, welches über einen batteriegespeisten Elektromotor angetrieben werden kann. Andere Definitionsansätze beziehen schließlich auch noch weitere Elektromobile mit ein und bezeichnen diese als Elektroscooter. Hierzu gehören dann zum Beispiel auch die drei- oder optional auch vierspurigen Krankenfahrstühle, die von einem batteriegespeisten Elektromotor angetrieben und fortbewegt werden können.

2. Merkmale eines guten E-Rollers

Was letztendlich ein guter Scooter ist, hängt natürlich auch ganz entscheidend vom jeweils angestrebten Verwendungszweck und vom für das Fahrzeug unmittelbar vorgesehenen Aktionsradius ab. Auf alle Fälle zeichnet sich ein guter Roller, ganz gleich, für welchen Verwendungszweck auch immer, durch eine gute Verarbeitungsqualität, durch eine möglichst hohe Akkustandzeit und kurze Intervalle für die vollständige Wiederaufladung des völlig entleerten Akkus sowie nicht zuletzt auch durch entsprechende Features zur Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr aus. Ein guter Elektroroller, zumal dann, wenn er im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden soll, müsste zumindest eine Fahrtregelung oder eine technische Einrichtung zur Regelung der Geschwindigkeit besitzen. Die leistungsstarken Bremsen, eine Hupe, Rückspiegel und entsprechende Einrichtungen zur Beleuchtung, dienen ebenfalls der allgemeinen Sicherheit, die das Betreiben von solch einem Elektroroller im öffentlichen Verkehrsraum erforderlich macht. Hierbei sollte geprüft werden, ob die jeweiligen Elektroroller in der Praxis getestet wurden, damit ein potenzieller Käufer kein billiges Modell aus China kauft, dass nach ein paar Fahrten in sich zuusammenfällt. Schließlich sollte bei einem guten Scooter dann auch an die Bequemlichkeit in Gestalt von Federung und Sitzkomfort sowie an großzügigen Stauraum für eventuell zu transportierenden Einkäufen, seitens der jeweiligen Hersteller und Produzenten gedacht werden.

E Roller

Bild: Bremsen eines E-Rollers

3. Diese Modelle gibt es

Es wurde eingangs schon auf den Umstand hingewiesen, wonach es den Elektroscooter heute als einspurigen Motorroller und auch als drei- oder sogar dann auch als vierspurigen Krankenfahrstuhl gibt. Alle verfügbaren Modelle werden dabei durch batteriegespeiste Elektromotoren in ganz unterschiedlichen Leistungskategorien angetrieben und fort bewegt. Lenkbar ist bei einem modernen Elektroroller dann zumeist jeweils nur eine Achse, wobei es sich oft um die vordere Achse handelt. Weiterhin ist die Vielfalt der Modelle beim heute im Handel oder auch optional schon im Internet erhältlichen Elektroroller, dann auch durch die Tatsache gekennzeichnet, dass es Ausführungen zum Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr mit den dazu jeweils erforderlichen Features und technischen Signal- und Lichteinrichtungen zu kaufen gibt. Der Elektroroller ist demzufolge heute in recht vielfältigen und unterschiedlichen Arten von Ausführungen, als zwei-, drei- oder auch als vierrädriges Gefährt, zu bekommen. Für die Bundesrepublik Deutschland gibt es dabei Fahrzeuge, die an einen klassischen Roller erinnern, die einem Moped oder eher einem sogenannten Go-Cart ähneln, ebenso, wie auch den Krankenfahrstuhl mit Elektromotor in der drei- oder der vierrädrigen Art und Weise der Ausführung. Der Käufer kann dabei auch hierzulande inzwischen entscheiden, ob er sich für oder gegen einen Elektroroller mit Straßenzulassung entscheiden wird.

4. Neue Regeln für Elektroscooter ab 2019 vorgesehen

Bislang gab es für den Betrieb von solch einem Elektroroller, mit der Ausnahme der Verpflichtung, eine entsprechende Haftpflicht für die Fahrzeuge mit Straßenzulassung abschließen zu müssen, vergleichsweise wenig Regelungen. Wichtige Details, wie die Frage nach den Beleuchtungseinrichtungen, den Bremsen und dem Vorhandensein von entsprechenden Kennzeichen, blieben bislang noch weitestgehend ungeklärt. Dies soll sich nach dem Willen der Bundesregierung jedoch spätestens ab dem Jahr 2019 entscheidend ändern.

Die wichtigste Neuerung für alle Liebhaber und Fans der Elektroroller, dürfte in der Bundesrepublik Deutschland ab 2019 wohl jedoch in der sogenannten Legalisierung bestehen. Damit dürfen dann absolut alle Elektroroller bei Einhaltung der entsprechenden Regularien im öffentlichen Verkehrsraum bewegt und gefahren werden und sind nicht länger nur auf Privatgrundstücke beschränkt. Alle Elektroscooter mit einer Höchstgeschwindigkeit ab 6 Kilometern pro Stunde müssen dann offiziell zugelassen werden. Fährt der Roller jedoch schneller als 25 Kilometer pro Stunde, so muss dann zwingend eine eigene Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug durch den jeweiligen Halter abgeschlossen werden und es gilt offiziell die Helmpflicht. Generell soll in Deutschland jedoch ab 2019 die Höchstgeschwindigkeit für alle Arten von Elektroroller auf nur maximal 20 Kilometer pro Stunde begrenzt werden. Die Fahrzeuge müssen zwingend die Radwege benutzen und dürfen die Gehwege nicht befahren. Ist kein Radweg vorhanden, so muss mit dem Elektroroller dann ausnahmsweise auf der Straße gefahren werden. Wer in Deutschland einen solchen E-Scooter im öffentlichen Verkehrsraum fahren und bewegen möchte, der muss ab dem Jahr 2019 ein Mindestalter von 15 Jahren und den Mopedführerschein oder auch alternativ eine andere Art von gültiger Fahrerlaubnis nachweisen können. Die Versicherungspflicht ist, analog zum Führen und Betreiben von Mopeds und von Mofas im öffentlichen Verkehrsraum, durch eine deutlich sichtbare Plakette nachzuweisen und zu signalisieren. Aufgrund der Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beim Elektroscooter auf 20 Kilometer pro Stunde, wird es ab 2019 in Deutschland keine offizielle Helmpflicht für die betreffenden Fahrzeuge mehr geben. Blinker, Bremsen, Hupe werden allerdings dann grundsätzlich verpflichtend.

Mit einem Elektroroller können auch ganz einfach die Seen- und Bäderlandschaften von Leipzig erkundet werden, die in der Regel nicht weit außerhalb der Stadt liegen. Weiterführende Informationen gibt es in diesem Beitrag.