Kryptowährungen - Die zunehmende Rolle im täglichen Leben

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Am Morgen im Supermarkt, am Nachmittag im Café und am Abend beim Italiener - Tag für Tag bezahlen wir mit Münzen bzw. Scheinen. Nicht nur, dass die Bankkarte wie auch das Smartphone immer häufiger für den Bezahlvorgang genutzt werden, gibt es eine seit Jahren stärker werdende Alternative - das sind die Kryptowährungen.

Doch Kryptowährungen sind nicht nur ein reines Zahlungsmittel, sondern auch ein Spekulationsobjekt. Denn wer die Marktentwicklung richtig einschätzt, der kann etwa über Bitcoin Pro attraktive Gewinne erzielen. Aber mit Kryptowährungen zu handeln ist nicht ungefährlich - immer wieder können Kursbeben für Verluste sorgen.

2017 folgte der Durchbruch

Vor wenigen Jahren waren Kryptowährungen noch eine Art Randerscheinung am Finanzmarkt. Auch wenn der Bitcoin vor über einem Jahrzehnt auf den Markt gekommen ist, hat es bis zum Jahr 2017 gedauert, bis auch die Öffentlichkeit auf die digitalen Währungen aufmerksam geworden ist. Denn auf einmal begann ein Höhenflug, der in dieser Art und Weise nicht vorhergesagt wurde - plötzlich kletterte der Bitcoin-Preis von 1.000 US Dollar (Januar) auf fast 20.000 US Dollar (Dezember).

Die Bundesbank hat im Zuge dieses Höhenflugs gewarnt, Geld in den Bitcoin zu investieren. Denn die Volatilität sei in der Regel selten Segen - oftmals nur ein Fluch, der zudem gerne unterschätzt wird. Und die Bundesbank sollte Bestätigung finden. Denn 2018 folgte dann der Absturz. Innerhalb weniger Tage rutschte der Preis von 20.000 US Dollar auf 10.000 US Dollar - Ende 2018 bewegte sich der Bitcoin überhaupt nur noch bei 3.000 US Dollar.

Heute hat sich die Meinung gegenüber den Kryptowährungen, vor allem gegenüber dem Bitcoin, doch geändert. Denn die Coins sind bereits in die Mitte der Gesellschaft gerückt - immer öfter kann man auch im realen Leben mit Bitcoin bezahlen. Besonders kryptofreundlich sind Leipzig, Hamburg und Berlin.

Deutsche bleiben skeptisch

Aber auch wenn die Akzeptanz im realen Leben steigt, so bleibt der Bitcoin eine vor allem im World Wide Web genutzte Währung. So kann der Bitcoin seit geraumer Zeit in verschiedenen Online Casinos genutzt werden.

Deutschland befindet sich jedoch nicht auf der Überholspur. Der Krypto-Trend, so die Experten, wird - wenn hier nicht bald neue Akzente gesetzt werden - verschlafen werden. Auch wenn mit dem neuen Gesetz, das im Rahmen der EU-Geldwäscherichtlinien erlassen wurde, es möglich ist, dass nun auch die Hausbanken mit Kryptowährungen arbeiten dürfen, so bleibt der Deutsche dennoch kritisch.

Was passiert im Mai?

Vermutlich liegt das auch an seiner Einstellung. Der Deutsche bezahlt gerne mit Bargeld, nutzt sein Sparbuch, um Geld anzulegen und will eigentlich mit Aktien so wenig wie möglich zu tun haben. Während in einigen Ländern Aktien zum Alltag gehören und der Bitcoin einen immer höheren Stellenwert eingenommen hat, bleibt der Deutsche hier doch altmodisch.

Und zwar noch immer, obwohl die Prognosen sehr vielversprechend sind. Denn befasst man sich mit den Analysen der Experten, so könnte der Bitcoin demnächst bald einen neuen Höhenflug starten - inklusive neuem Allzeithoch. Denn für Mai 2020 wird das sogenannte Bitcoin-Halving erwartet.

Im Zuge des Mining-Prozesses werden immer neue Coins der Kryptowährung geschürft. Um Coins zu schürfen, sind Aufgaben zu lösen. Wer die Aufgaben löst, der bekommt als Belohnung Coins. Zum aktuellen Zeitpunkt sind es 12,5 Coins. Nach dem Bitcoin-Halving sind es nur noch 6,25 Coins. Dies deshalb, da es nur eine begrenzte Anzahl an Coins gibt. Wurden 21 Millionen geschürft, so können keine neuen Bitcoins mehr geschaffen werden. Diese magische Grenze soll, so die aktuellen Berechnungen, im Jahr 2130 erreicht werden.

Natürlich sind vielversprechende Prognosen mit Vorsicht zu genießen. Es kann nämlich immer in die andere Richtung gehen - vor allem bei Kryptowährungen. Aus diesem Grund sollte man auch nur frei verfügbares Geld investieren. Geld, das etwa für die nächste Kreditrate gebraucht wird, ist nicht anzulegen.

 

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