Nach Trainerwechsel – was kann RB Leipzig diese Saison erreichen?

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Nach Trainerwechsel – was kann RB Leipzig diese Saison erreichen?

RB Leipzig hat zwei erfolgreiche Jahre hinter sich. Mit Julian Nagelsmann auf der Trainerbank. Doch der 34-Jährige hat es vorgezogen, künftig die Bayern zu coachen. Die Leipziger haben mit Jesse Marsch, der aus Salzburg kam, aber einen adäquaten Ersatz gefunden. Nach dem Fehlstart mit der Niederlage in Mainz konnten die Roten Bullen zuletzt beim 4:0 gegen den VfB Stuttgart überzeugen. Doch was ist für die Sachsen in dieser Bundesligasaison möglich?

Jesse Marsch hat seinen Job in Leipzig mit viel Vorschlusslorbeeren angetreten. Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick, die Architekten des RB-Erfolgsmodells, hatten einst den US-Amerikaner höchstpersönlich für die RB-Familie ausgesucht. So betreute der Princeton-Absolvent von 2015 bis 2018 die New York Red Bulls. Anschließend war er als Co-Trainer für die Leipziger Bundesligamannschaft tätig. 2019 wechselte schließlich Julian Nagelsmann zu den Sachsen. Jesse Marsch ging derweil zu RB Salzburg. Die Österreicher führte er zur erstmaligen Teilnahme an der Champions League, was auch für Wettanbieter wie Tipico überraschend kam, und zu zwei Meisterschaften. Gerade die Spielweise der Salzburger in den vergangenen beiden Jahren empfahlen ihn für höhere Aufgaben.

Ein sehr breit aufgestellter Kader

Der Aderlass vor dieser Saison war für die Leipziger groß. Neben Julian Nagelsmann verließen Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté den Verein. Marcel Sabitzer wird wohl folgen.

Trotzdem haben die Leipziger immer noch einen hervorragenden Kader, mit nicht weniger als 18 Nationalspielern. Zudem kann sich der Bundesligazweite der Vorsaison immer auf sein hervorragendes Scouting verlassen. Mohamed Simakan, der aus Straßburg kam, ist hier ein eindrucksvolles Beispiel.

Zudem sind die Roten Bullen in der Kadertiefe sehr gut besetzt. So stellte auch Sky-Experte Lothar Matthäus fest, dass zwar die Bayern die beste Topelf hätten, in der Breite des Kaders aber RB Leipzig besser bestückt sei. Das kann in einer langen Saison mit sehr vielen Pflichtspielen am Ende ausschlaggebend sein, weil Jesse Marsch immer wieder durchwechseln und seinen Spielern dadurch Ruhepausen geben kann.

Aber natürlich hat RB auch Spieler in seinen Reihen, die den Unterschied ausmachen können. André Silva, Dani Olmo oder Angeliño sind hier besonders zu nennen.

Die Handschrift von Jesse Marsch soll sichtbar werden

Der Aufstieg von RB Leipzig hatte vor allen Dingen mit einer Spielphilosophie zu tun. Diese beinhaltete unter anderem ein hohes Pressing mit schnellen Gegenstößen. Julian Nagelsmann brachte die Komponente des eigenen Ballbesitzes mit ein. Jesse Marsch möchte nun wieder zurück zu den Wurzeln. Das schließt auch den Teamgeist ein, der unumgänglich für Erfolge ist.

Und so darf man gespannt sein, wohin der Weg der Leipziger in dieser Saison führt. Fakt ist jedoch, dass RB immer ein unangenehmer Gegner für die Konkurrenz ist.