Orte der Kunst

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Kunst- und Kulturfans kommen in Leipzig durchaus auf ihre Kosten. Es gibt eine lange Liste an Galerien, Museen und Sammlungen. Welche Orte der Kunst es in Leipzig gibt, verrät dieser Beitrag auszugsweise. 

1.) Brandneu: die a&o Kunsthalle

Die a&o Kunsthalle ist der neueste Streich der Leipziger Kunstszene. Unter diesem Namen eröffnete Ende November auf rund 500 Quadratmetern in der Nähe des Hauptbahnhofes ein Eventloft mit reichlich Ausstellungsfläche. Diese ist explizit für junge Künstler und Nachwuchskünstler gedacht, heißt es von den Initiatoren des Programms art&o, hinter dem die Hostelgruppe a&o steckt.
Die europaweit über 30 Hostels haben dem Unternehmen, das sich als Förderer der Kunstszene versteht, nicht mehr gereicht. Zusätzlich zu den Räumlichkeiten, die Musikern als Auftrittsfläche und bildenden Künstlern als Ausstellungsfläche, Workshop-Fläche, temporäre Heimat und Arbeitsfläche dienen, gibt es nun ein wahres Schmuckstück – mitten in Leipzig. Mit einem Paukenschlag eröffnete nicht nur die Kunsthalle, sondern auch die erste Ausstellung mit dem Titel FACING REPETITION.


Abbildung 1: Einen zentraleren Ort der Kunst kann es kaum geben. Die a&o Kunsthalle eröffnet Ende November 2018 in direkter Nähe des Leipziger Hauptbahnhofs. Auf 500 Quadratmetern entsteht hier ein neues Eventloft, das jungen Künstlern einen Raum der Kunst bieten soll.

2.) Museen in der Stadt

Die Museumslandschaft der Stadt Leipzig ist umfangreich. Vor allem Fans einer bestimmten Stilrichtung kommen hier auf ihre Kosten:

  • Im Antikenmuseum (Nikolaikirchhof 2) geben Originalwerke aus der Zeit der Griechen, Römer und Etrusker einen Einblick in die Zeit von anno dazumal. Religion, Mythologie und auch das tägliche Leben können hier temporär zu neuem Leben erweckt werden
  • Im Clownmuseum (Breite Straße 22) werden die Besucher mitgenommen in Dipetos Welt. Figuren, Presseberichte, Bilder, Kostüme sowie ein Blick in die Historie erfreuen hier Jung und Alt.
  • Die Werke von Gerhart Kurt Müller sind in der gleichnamigen Stiftung zu sehen (Berliner Straße 69). Dort befinden sich Holzschnitte, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen des Künstlers.
  • Die Werke von Wolfgang Mattheuer sind in der gleichnamigen Stiftung zu sehen (Hauptmannstraße 1). Nach dem Tod des Künstlers Wolfgang Mattheuer hat es sich seine Ehefrau, Ursula Mattheuer-Neustädt, zur Aufgabe gemacht, die Werke ihres Mannes auszustellen. Auch die eigenen Werke der Künstlerin sind in dieser Stiftung zu besichtigen.
  • Das GRASSI Museum (Johannisplatz 5-11) ist zweigeteilt. Im Museum für Angewandte Kunst sehen die Besucher Bauhaus-Fenster und -Möbel, Designs aus dem ostdeutschen und dem internationalen Raum, Kostbarkeiten des Jugendstils und sogar Japanische Masken. Im zweiten Teil, im Museum für Völkerkunde, dreht sich alles um die Menschen selbst – und ihre Kleidung, ihren Schmuck, ihre Waffen, ihre Kultur, ihren Alltag und ihre Lebensgestaltung.
  • Das Museum der bildenden Künste (Katharinenstraße 10) wartet mit Klassikern auf: Von Neo Rauch über Caspar David Friedrich und anderen Künstlern gibt es hier diverse Werke, die bis zur Gegenwart reichen, aber auch aus dem Spätmittelalter stammen können
  • Das Museum der Druckkunst (Nonnenstraße 38) widmet sich genau diesem Thema: der Druckgeschichte. Und diese beträgt immerhin bereits mehrere hundert Jahre.

3.) Ausstellungshäuser präsentieren diverse Werke


Abbildung 2: In Leipzig gibt es viele Orte der Kunst. Museen halten große Ausstellungen vor, Kunstsammlungen sind kleiner gehalten. In Galerien wechseln sich die ausgestellten Werke regelmäßig ab.

Zu den festen Ausstellungen, die die Museen der Stadt bieten, gesellen sich temporär ausgestellte Werke in diversen Galerien:

  • Die Galerie für Zeitgenössische Kunst (Karl-Tauchnitz-Straße 9-11) hat eine Doppelfunktion: Sie gewährt der zeitgenössischen Kunst Raum und beherbergt das Museum für Kunst nach 1945.
  • In der Halle 14 (Spinnereistraße 7) befindet sich eine große Ausstellungsfläche neben einem Besucherraum inklusive Bibliothek. Im denkmalgeschützten Industriebau wird zeitgenössische Kunst präsentiert. Auch Ateliers, Werkstätten und alles weitere, was sich im weitesten Sinne mit Kunst befasst, ist hier richtig aufgehoben.
  • Das Kunstkraftwerk (Saalfelder Straße 8 b) bietet – ähnlich wie die Halle 14 – zeitgenössischen Kunstströmen einen Ort an. Hier ist Platz für Symposien, Workshops, Meetings, Ausstellungen und Kunstprojekte jeglicher Art.
  • Die Kunsthalle der Sparkasse (Otto-Schill-Straße 4a) ist ein temporär genutzter Ausstellungsraum. Im Fokus stehen Werke der Leipziger Schule.

4.) Kunstsammlungen in der Stadt

Abbildung 3: Kunstsammlungen rücken meist ein Thema in den Fokus. Bei der Kunstodie der Universität ist es der Mensch, der bei "Face to Face" im Mittelpunkt steht.

Zwischen Museum und Galerie reihen sich diverse Kunstsammlungen mit jeweils unterschiedlichen, thematischen Schwerpunkten, die die Kunstszene der Stadt ausmachen.

  • Die Verbundnetz Gas AG (Braunstraße 7) pflegt eine eigene Kunstsammlung mit zwei Themen: Zum einen wird zeitgenössische Kunst (Grafik/Malerei) ausgestellt. Zum anderen befindet sich dort auch die Deutsche Fotokunstsammlung.
  • Die Kunstodie ist die Kunstsammlung der Universität (Augustusplatz 10), die mit der Ausstellung „Face to Face“ Menschen in den Fokus rückt.
  • Die Sammlung der Ur- und Frühgeschichte (Ritterstraße 14) umfasst etwa 6.500 Objekte, die zeitlich betrachtet das Leben von der Altsteinzeit bis in die Neuzeit skizzieren können.


Weitere Ausstellungsorte, Galerien, Museen, Sammlungen und künstlerische Werkstätten sind hier online gelistet.


Abbildung 1: pixabay.com © francescoronge (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © klimkin (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)