Sicher Drohne fliegen mit dem richtigen Quadkopter

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Drohnen oder Quadkopter werden nicht zuletzt auch hierzulande, in der Bundesrepublik Deutschland, immer populärer und erschließen sich weite Kreise von Fans und Liebhabern. Da jedoch mit dem Betrieb eines solchen Fluggerätes, in mehr oder auch minder miniaturisierter Form, stets auch Fragen der Haftung eng verbunden bleiben, ist es bereits ein Aspekt der Risikominimierung, wenn der angehende Drohnenpilot das für ihn jeweils optimal passende Modell auswählt und kauft. Im Angebot stehen hierzu die unterschiedlichsten Arten von Einsteiger- und Profimodellen. Wir zeigen auf, welche Kriterien beim Kauf einer solchen Drohne Relevanz erlangen und möglichst auch zu beachten sind.

1. Einsteiger- oder Profidrohne?

Im Internet und in den einschlägigen Printmedien werden zahlreiche Modelle an Einsteiger- und auch an Profidrohnen vorgestellt. Diese unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihres Preises. Auch die Ausstattung mit Hightech, die Flugeigenschaften, Reichweite und Flugdauer sowie dann nicht zuletzt auch die Qualität und Stabilität im Falle von Crashs oder von besonders harten Landungen, sind die entscheidenden Unterscheidungsmerkmale zwischen der Einsteiger- und der Profidrohne. Sicherlich wäre es weit über das Ziel hinausgeschossen, wenn der unerfahrene Anfänger teures Geld in ein Profimodell investiert, dessen Handling ihm schwerfällt und dessen technische Möglichkeiten er dann letztendlich gar nicht auszunutzen versteht. Sinnvoller ist es stattdessen, das Drohnenfliegen mit den preiswerteren Einsteigermodellen zu erlernen und sich dann die qualitative und preisliche Skala, bis hinaus zu den hochwertigen Profidrohnen, empor zu arbeiten, die sich dann auch für professionelle und für gewerbliche Zwecke gut nutzen und einsetzen lassen.

Die Ryze Tello gilt zum Beispiel als Einsteigerdrohne, die einen Kompromiss darstellt. Sie liefert nämlich bereits recht akzeptable Flugeigenschaften, ist mit imposanter Technik bestückt und für vergleichsweise kleines Geld zu haben. Dafür muss sich der Pilot dann jedoch auch mit Aufnahmen nur in HD-Qualität begnügen.

Die faltbare Profidrohne DJI Mavic 2 Pro für knapp 1.350 Euro, dürfte dann das andere Ende der Fahnenstange repräsentieren und das Herz professioneller Piloten höherschlagen lassen. Nicht nur die Eignung zum Falten, sondern auch die verbaute Technik, symbolisiert hier zweifellos ein Stück Hightech. Zum Beispiel in Gestalt einiger Sensoren, die den Piloten im Falle einer drohenden Kollision in der Luft rechtzeitig warnen sollen.

Zwischen diesen beiden Modellen gibt es dann ein breites Mittelfeld mit unterschiedlichsten Modellen.

2. Das wichtigste Merkmal bleibt der Preis

Drohnen oder Quadkopter sind Hightech-Artikel, die heute für praktisch Jedermann erschwinglich bleiben. Die Preispolitik der betreffenden Hersteller, wie zum Beispiel DJI, ist dabei nicht anders, als bei anderen Technologieträgern, wie zum Beispiel bei Automobilen. So gibt es auch bei den Drohnen das preisgünstige Einsteigermodell, über welches der Neuling an das Drohnenfliegen herangeführt werden soll. Wird dieses Einsteigermodell dann perfekt beherrscht, so wird rasch der Wunsch nach mehr Technik und somit ganz automatisch nach einem höherwertigeren, teureren und am Ende vielleicht sogar auch nach einem Profimodell, wachgerufen. Es ist ganz klar, weshalb der Preis das wichtigste Unterscheidungskriterium zwischen den Einsteiger und den Profidrohnen bleiben muss, denn je professioneller ein solches Fluggerät erscheint, desto teurer und hochwertiger ist die in ihm jeweils platzierte Technik. Um die richtige Entscheidung beim Drohnenkauf zu treffen, sind jedoch weitere Merkmale wie die verbaute Drohnenkamera oder die enthaltenden Flugfunktionen relevant.

3. Drohnenkamera: von 2 MP bis 4 K

Das wichtigste Technologiemerkmal von Drohne und von Quadkopter ist und bleibt die jeweils verbaute Kamera. Diese wird in Bezug auf Auflösung und andere Kriterien immer anspruchsvoller, je professioneller die Drohne ausgeführt worden ist, die sie trägt. Einsteiger-Drohnen sind meist sogenannte Mini-Drohnen die mit einer einfachen HD-Kamera ausgestattet sein können. Für hochwertige Drohnen, die regelrecht professionell anmutende Fotos- und nicht zuletzt dann auch Videoaufnahmen abliefern können, sind hingegen mehrere Kameras, der Full-HD-Modus und die Auflösung im Bereich von 4 K, heute als repräsentative Standards zu bezeichnen. Die Charakteristik 20 MP steht dabei für den einfachen Wert von 20 Megapixeln. Eine Auflösung von 4 K wird hingegen bereits schon als Ultra-HD bezeichnet.

4. Drei Drohnen vorgestellt: Ryze Tech Tello, Parrot Anafi, Mavic 2 Pro

Die Ryze Tech Tello gilt als günstige Mini-Drohne, die es schon für knapp 80 Euro gibt. Die Technik stammt von DJI, die Cam liefert nur simples HD. Die Flugeigenschaften sind akzeptabel.

Die Parrot Anafi für knapp 550 Euro soll den DJI-Drohnen die Kunden abjagen. Sie ist klein und faltbar. Die Cam kann 90 Grad nach oben und nach unten geschwenkt werden und besitzt eine Auflösung von 4 K für Videosequenzen und von 21 MP für Standbilder.

Die Mavic 2 Pro gibt es für etwa 1.350 Euro. Die 4 K-Kamera stammt von Hasselblad, dem Produzenten jener Kamera, die mit Apollo 11 auf der Mondoberfläche war. Zum Kollisionsschutz tragen zahlreiche Sensoren bei.

Parrot Anafi Drohne

Bild: Parrot Anafi Drohne

5. Fazit

Drohnen sind intelligente Fluggeräte mit besonders eindrucksvoller Technik. Sie erweitern unseren Horizont und geben uns Einblicke in Dimensionen, die uns ansonsten verschlossen bleiben würden. Das Schöne an den Drohnen und den Quadkoptern, ist jedoch die Tatsache, dass man sich sein individuell passendes Modell aus der Fülle der Angebote heraussuchen kann. Oftmals bieten die Händler dabei dann sogar noch die Möglichkeit, individuelle Konfigurationen vornehmen zu können, so zum Beispiel durch entsprechende Speicherkarten für die jeweils verbauten Cams. Selbst eindrucksvolle Videosequenzen im Slow-Motion-Modus werden so möglich. Drohnen werden somit zu künstlichen Augen des Piloten, die ihm Einsichten verschaffen, die anderen verschlossen bleiben. Je sicherer der Pilot im Handling seines jeweiligen Fluggerätes wird, desto größer wird letztendlich dann auch der Wunsch werden, ein noch mehr techniklastiges und anspruchsvolleres Fluggerät besitzen und sich dessen Herausforderungen stellen zu können. Man darf jedoch keineswegs vergessen, dass Drohnen nicht nur fliegende Kameras oder Fotoapparate darstellen. Sie sind letztendlich stets auch ein eindrucksvolles Stück Technik, welches ein ganz enormes Potenzial an Spaß und an Freizeitvergnügen für den jeweiligen Nutzer bereit hält. Das Bewegen der Drohnen in der Luft macht ganz einfach Freude und es entspricht in etwa jenem Funfaktor, wie er auch von den Modellflug-Enthusiasten schon bestens bekannt sein dürfte. Nur, dass eine solche Drohne noch über weitaus interessantere Flugeigenschaften und zusätzliche technische Features verfügt, die den Rahmen des klassischen Modellfliegens noch einmal weiter spannen.

Wer sich heute also für das Drohnenfliegen entscheidet, der wird dabei erfahrungsgemäß recht schnell auf seine Kosten kommen. Es bereitet allen einfach einen Mega-Spaß.