Die traditionelle deutsche Badekultur - auch in Sachsen!

img

Leipzig ist ganz ohne Frage eine reizvolle Stadt, die ihren Einwohnern und vor allem auch Besuchern eine große Bandbreite an Unterhaltungsprogrammen bieten kann. Hier lässt sich für jeden Geschmack das Richtige finden - ob man nun an Kunst und Kultur interessiert ist, an Kulinarik oder aber einfach nur an Erholung. Denn auch wer nach Entspannung sucht, wird unweit vom Zentrum Leipzigs fündig. In der näheren Umgebung sind zwei idyllische Kurorte gelegen, die einen entspannenden Aufenthalt in erholsamer Atmosphäre ermöglichen. Sowohl das 30 km entfernte Bad Düben, als auch das südlich von Leipzig gelegene Bad Lausick laden mit verschiedenen Wohlfühl-Angeboten zum Verweilen ein. Diese beiden wunderschönen und erholsamen sächsischen Kurorte gehören zu den über 350 Kurorten und Heilbädern in Deutschland, die oftmals auf eine lange Tradition zurückblicken, denn der Wunsch nach gesunder Erholung stammt nicht erst aus der Neuzeit.

Geschichte der Heilbäder- und Kurorte in Deutschland

Bereits die Römer machten sich vor über 2000 Jahren die heißen Thermalquellen in Deutschland zu Nutze und legten Heilbäder an, die denselben therapeutischen Zweck verfolgten wie die heute noch bestehenden Kurorte. Doch erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich deutschlandweit eine Badekultur, zu der neben den heilenden Therapien das gesellschaftliche Leben im Vordergrund stand. Größere deutsche Kurorte wie Wiesbaden und Baden-Baden, die in der damaligen Zeit mit vielseitiger Zerstreuung sowie luxuriösen Einrichtungen aufwarten konnten, wurden zum beliebten Treffpunkt für ein internationales Publikum. Diese außergewöhnlichen Kurorte, die ihren Gästen in den Kurhäusern mehr als „nur“ Heilung versprachen und sich damit von anderen Kurorten abheben konnten, wurden damals als „Weltbad“ betitelt. Heutzutage sind diese Weltbäder größtenteils noch erhalten. Die derzeit bedeutsamsten Bäderorte Europas, von denen einige in Deutschland ansässig sind, wie das nach wie vor sehr beliebte Baden-Baden, streben unter dem Zusammenschluss „Great Spas of Europe“ sogar eine Aufnahme in das Weltkulturerbe der UNESCO an.

Was ein Weltbad ausmacht

Der weltbekannte und international beliebte Kurort Baden-Baden, der jährlich immerhin knapp eine Million Besucher vorweisen kann, zählte von Beginn an zu den herausragenden Kurorten, die sich im 19. Jahrhundert etablierten. Dies ist sicherlich insbesondere dem Bau des prächtigen Kurhauses mit all seinen verlockenden Vergnügungen zu verdanken. Hier konnten sich die Kurgäste nicht nur feinster Gastronomie, sondern auch an einem der ersten Casinos Deutschlands erfreuen. Die Entwicklung eines einfachen Kurortes zu einem prominenten Weltbad ging gleichzeitig mit der Einführung von Casinos in Deutschland einher. Damit lässt sich laut der Webseite des Betway Casinos die Geschichte der Spielbanken in Deutschland ebenfalls bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen – ein Trend, der aus Italien den Weg nach Deutschland gefunden hatte. In Venedig wurde bereits im 17. Jahrhundert das weltweit erste Casino eröffnet, doch da in Deutschland das Glücksspiel lange verboten war, musste sich erst die deutsche Badekultur mit ihrem Anspruch an ein entsprechendes Amüsement durchsetzen. So konnte im Jahre 1824 in Baden-Baden der erste Roulette-Tisch aufgestellt und eine neue Ära eingeläutet werden. Das Casino im Kurhaus Baden-Baden hat bis heute nichts von seinem Glanz verloren und wurde sogar einst von Marlene Dietrich als „die schönste Spielbank der Welt“ bezeichnet.

Casino

Die sächsische Badekultur

Bei den beiden Kurorten Bad Düben und Bad Lausick, die von Leipzig aus hervorragend mit dem Auto zu erreichen sind, handelt es sich zwar nicht um extravagante Weltbäder, dennoch kann man es sich hier richtig gutgehen lassen. Bad Düben ist ein staatlich anerkanntes Moorheilbad und dem hier vorkommendem Moor werden besonders heilsame Wirkungen nachgesagt. Die landschaftliche Umgebung Bad Dübens inklusive eines Moorlehrpfads lädt zu reizvollen Spaziergängen ein. Zudem kann man sich in dem hier beheimateten 4-Sterne Spa-Hotel von Kopf bis Fuß verwöhnen lassen. Aber auch das kleine Bad Lausick kann mit vielen Attraktionen aufwarten. Das aus der hiesigen Thermalquelle stammende Heilwasser wird über einen speziellen Thermalwasserbrunnen gefördert und wird für Trink- und Badekuren eingesetzt. Das ortsansässige Erlebnisbad stellt dafür zwei Thermalbecken mit dem Heilwasser zur Verfügung. Für eine Trinkkur kann man das heilende Wasser während der Öffnungszeiten des Freizeitbades direkt aus einem Brunnen entnehmen. Und wer dann doch den Trubel oder ein aufregendes Unterhaltungsprogramm vermissen sollte, der fährt ganz einfach zurück in die Altstadt von Leipzig und amüsiert sich in der staatlichen Spielbank, die 2008 eröffnet wurde.

Bad Dueben

Das Leipziger Neuseenland

Wer sein Interesse an der Badekultur entdeckt hat, aber auch ohne die heilende Wirkung von Moor und Thermalwasser auskommen kann, dem bietet sich mit dem Leipziger Neuseenland ein attraktives Ausflugsziel. Das in der DDR genutzte Braunkohlegebiet rund um Leipzig hat viele Tagebaurestlöcher hinterlassen, die nach und nach sowohl durch natürliche als auch künstliche Flutung gefüllt werden sollen. Eine Vielzahl der neuen Seen sind bereits erschlossen und können zum entspannten Baden oder auch für verschiedenste Freizeitaktivitäten genutzt werden. Ein idealer Einstieg, das Leipziger Neuseenland zu erkunden, gestaltet sich in Form einer Kanutour, die vom Leipziger Stadthafen bis zum Cospudener See führt.

Vom Cospudener See aus ist in der Zukunft eine Verbindung zu dem größten See des Leipziger Neuseenlands, dem knapp 10m² weitflächigen Zwenkauer See, geplant. Auch ohne die direkte Wasseranbindung lohnt sich bereits jetzt ein Besuch. Ein Yachthafen mit Uferpromenade lockt im Sommer mit Urlaubsfeeling und der Möglichkeit, einen kleinen Segeltörn zu wagen. Wer gern länger an einem der schönen Seen des Leipziger Umlands verweilen möchte, ist am Kulkwitzer See bestens aufgehoben. Ein charmantes Ferienresort mit farbenfrohen Schwedenhäusern und einem zugehörigen Campingplatz bietet Erholungssuchenden bezahlbare Übernachtungsmöglichkeiten an einem der schönsten Seen Deutschlands. Nicht nur schön ist es hier, sondern auch aktiv geht es zu: für die urlaubenden Wassersportler lädt ein Wasserskilift zum Wakeboarden ein.

Strand

Wer sich für keines all dieser herrlichen Ausflugsziele begeistern kann oder sich bei Regenwetter nicht aus der Stadt trauen sollte, der kann auch ganz einfach eines der zahlreichen Schwimmbäder Leipzigs besuchen. Ganz sicher ist: für jeden Badefan findet sich in Leipzig das Passende!