Vereinsstrukturen im eSport

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Wir haben euch kürzlich berichtet, dass in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der eSport noch nicht rechtlich als Sport anerkannt wird. Einer der Gründe ist, dass ihm die Verbands- und Vereinsstrukturen anderer Sportarten fehlen. Wie es genau um diese Strukturen hier in Leipzig und deutschlandweit bestellt ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Dem eSport wird oft fehlende Struktur vorgeworfen, weil es wenige eingetragene Vereine und keinen Dachverband gibt. Aber stimmt das überhaupt?
Klassische Vereins- und Verbandsstrukturen sind im deutschen eSport tatsächlich noch sehr unterrepräsentiert. Das liegt einerseits daran, dass wir eine sehr junge Sportart sind und andererseits in der Natur der Sache. Um zusammen zu spielen und zu trainieren braucht es nicht unbedingt eine rechtliche Struktur, da keine Spielfelder bestellt und keine Mieten für ein Vereinsheim gezahlt werden müssen. Es braucht nicht mal zwingend einen lokalen Bezug. Daher schließen sich Gamer eher in Clans zusammen, was das online Äquivalent eines Sportvereins ist. Davon gibt es einige 10.000 in Deutschland.
Etwa 20 dieser Clans haben dennoch den Vorteil einer soliden Rechtsform erkannt und einen eingetragenen Verein gegründet. So zum Beispiel wir von Leipzig eSports e.V., unsere Nachbarn von Magdeburg eSports e.V. oder der 1. Berliner E-Sport Club e.V. i.G. . Wir hoffen und wünschen uns, dass viele diesem Beispiel folgen werden, denn mit sieben Mitgliedern kann man einen Dachverband gründen. Dieser stärkt die Außenwirkung und vereint die Interessen seiner Mitglieder.

Text und Bild: Leipzig eSports e.V.